Nahrung - die archaische Nr. 1 des "functional food"

Hanfsamen sind eine Ölfrucht, sie bestehen zu etwa 30% aus einem Öl, das als das wertvollste Speiseöl überhaupt gilt: "Sein ungewöhnlich gut ausgewogenes Fettsäure-Profil bedeutet, dass man sich ein Leben lang von Hanföl ernähren könnte, ohne einen Mangel an essentiellen Fettsäuren (EFA) zu erleiden."

Sein Gehalt an Gamma-Linolen-Säure (GLA) macht es einzigartig unter den Speiseölen.... Es ist das am perfektesten ausgewogene Öl, das die Natur liefert." So das Standardwerk des Ernährungswissenschaftlers Udo Erasmus zum Thema Öle und Fette ("Fats that heal, Fats that kill", Vancouver 1993).

Außer Hanfsamen gibt es nur noch ein einziges anderes Lebensmittel, das Gamma-Linolen-Säure enthält: es ist die Muttermilch. Die für den Hormonaufbau notwendige Fettsäure ist auch dafür verantwortlich, dass Hanföl hervorragende Eigenschaften als Therapeutikum bei Hautkrankheiten verfügt. Schon die alten Römer benutzten Salben aus Hanföl gegen Herpes. Als allerdings die Berliner Firma "HanfHaus", die 1996 das erste Hanf-Speiseöl aus deutschem Anbau wieder auf den Markt brachte, im Katalog den Pressebericht über eine Mutter veröffentlichte, die die Neurodermitis ihres Kleinkinds mit Hanföl kuriert hatte, setzte es eine Abmahnung wegen "unlauteren Wettbewerbs". Die Behauptung, dass Lebensmittel medizinische Wirkung haben, gilt als unerlaubte Werbung - auch wenn sie, was Gamma-Linolen-Säure betrifft, vielfach wissenschaftlich bestätigt ist.

Neben dieser therapeutisch wertvollen Substanz enthält Hanföl alle essentiellen Fettsäuren, die der menschliche Organismus braucht. "Essentiell" werden diese Fettsäuren genannt, weil der Körper sie nicht selbst produziert und sie durch die Nahrung zugeführt werden müssen. Dass die große Menge und perfekte Ausgewogenheit dieser lebensnotwendigen Fettsäuren und der zusätzliche, hohe Gehalt an Proteinen, Hanfsamen zu einem idealen Lebensmittel machen, war schon lange vor der Wiederentdeckung durch die moderne Ernährungswissenschaft bekannt. Im Mittelalter galt die aus Hanfsamen bereitete Suppe als "Suppe der Armen" und wurde von adeligen Feinschmeckern naserümpfend verachtet - die Bevölkerung freilich, der sie als Basisernährung diente, erfreute sich einer weitaus besseren Gesundheit als ihre Rebhuhn und Wachtel bevorzugenden Herren. Vom Wüten der Pest waren die höheren Kreise prozentual viel stärker betroffen als die gemeine Bevölkerung - was Medizinhistoriker auf ihre bessere Versorgung mit essentiellen Fettsäuren - und ein entsprechend stabileres Immunsystem zurückführen. So vermerkt denn auch ein Lexikon des 18. Jahrhunderts, dass einige Hanfkörner am Tag "ein gut Preservatio gegen die Pest" sein sollen.

Was den Gehalt an Eiweißen - Proteinen - betrifft, wird der Hanfsamen im Pflanzenreich nur noch von der Sojabohne übertroffen. Die zusätzlichen Fettsäuren aber sorgen dafür, dass sich kein anderes Nahrungsmittel der Welt mit dem Nährwert von Hanfsamen messen kann. "Die Verwendung von Cannabis", so stellen die Mediziner William Eidleman und Lee Hamilton von der Universität von Kalifornien 1991 fest, "verspricht uns ungeahnte Gesundheit und die Möglichkeit, die Ernährungsprobleme der Welt im Handumdrehen zu lösen."

Extrakte von Hanfsamen können wie Soja unterschiedlich weiterverarbeitet werden, von Hanf-Tofu bis zu Aufstrichpasten und Brotbelägen; gemahlene oder geschrotete Hanfsamen werden wie gewöhnliches Mehl verwendet; frische Hanf-Sprossen oder auch geschälte Hanfsamen, wie sie seit einiger Zeit wieder auf dem Markt sind, zählen zum absolut Besten, was dieser Planet für Gaumen und Magen zu bieten hat.

 

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